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Zu diesem Zeitpunkt möchten wir uns in diesem Dokument auf die Ziele konzentrieren, die nochmals eine besondere Bedeutung im Kontext der verteilten Systeme erhalten. Etabliert in diesem Kontext haben sich die Ziele von~\cite{tanenbaum2017distributed}:\footnote{Die Ziele werden im Detail im Folgenden nochmals genauer diskutiert werden.}
\item\textbf{Räumliche Skalierbarkeit}: Das Ziel der räumlichen Skalierung in verteilten Systemen bezieht sich darauf, dass das System effektiv und effizient auf verschiedene geografische Standorte oder Regionen ausgedehnt werden kann. Dies bedeutet, dass das System in der Lage sein muss, mit unterschiedlichen Netzwerkbedingungen, geografischen Entfernungen und Latenzzeiten umzugehen, um eine reibungslose und effektive Kommunikation zwischen den verschiedenen Standorten zu gewährleisten.
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Ein Beispiel für die räumliche Skalierung ist die Cloud-Computing-Plattform von Amazon Web Services (AWS). Mit AWS ist ein Entwickler Lage vorhande Infrastruktur zu nutzen, um Anwendungen und Services in geografische Regionen auszudehnen. AWS, als Beispiel, bietet nicht nur die Infrastruktur, sondern auch eine Vielzahl von Funktionen und Tools, die es Entwicklern und Administratoren ermöglichen, Anwendungen und Services in verschiedenen Regionen und Zonen zu konfigurieren und zu skalieren. Zu diesen Funktionen gehört zum Beispiel die automatische Lastverteilung, das Regionen und Zonen-Management, Netzwerk-Isolation und Latenzoptimierung. Man muss aber auch in diesem Zusammenhang beachten, dass eine Abhängigkeit zu Anbietern solcher Infrastrukturkomponenten auch eine durchaus relevante Gefahr für den Anwendungsfall sein kann, wenn eine zu hohe Abhängigkeit zu diesen Werkzuegen erzeugt wird.
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Ein Beispiel für die räumliche Skalierung ist die Cloud-Computing-Plattform von Amazon Web Services (AWS). Mit AWS ist ein Entwickler in der Lage vorhandene Infrastruktur zu nutzen, um Anwendungen und Services in geografische Regionen auszudehnen. AWS, als Beispiel, bietet nicht nur die Infrastruktur, sondern auch eine Vielzahl von Funktionen und Tools, die es Entwicklern und Administratoren ermöglichen, Anwendungen und Services in verschiedenen Regionen und Zonen zu konfigurieren und zu skalieren. Zu diesen Funktionen gehört zum Beispiel die automatische Lastverteilung, das Regionen und Zonen-Management, Netzwerk-Isolation und Latenzoptimierung. Man muss aber auch in diesem Zusammenhang beachten, dass eine Abhängigkeit zu Anbietern solcher Infrastrukturkomponenten auch eine durchaus relevante Gefahr für den Anwendungsfall sein kann, wenn eine zu hohe Abhängigkeit zu diesen Werkzuegen erzeugt wird.
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Ein weiteres Beispiel für die Möglichkeit einer räumliche Skalierung sind die Content-Delivery-Netzwerke (CDN), die eine besondere Spezialisierung darstellen. Diese Spezialisierung erlaubt es Inhalte und Anwendungen(Content) effektiv auf globaler Ebene bereitzustellen. Ein Beispielanbieter für ein CDN ist Akamai, das ein Netzwerk von Servern auf der ganzen Welt betreibt, um eine schnelle und effektive Bereitstellung von Inhalten und Anwendungen zu gewährleisten. Akamai und andere CDN-Anbieter, wie Fastly, verwenden angepasste Algorithmen und Tools, um Inhalte und Anwendungen auf den am besten geeigneten Servern und Standorten zu verteilen.
Es ist daher richtig, dass die Verteilungstransparenz nie zu 100\% erreicht werden kann, da es immer einige Aspekte gibt, die für den Benutzer oder die Anwendung nicht transparent sind. Zum Beispiel kann die Latenzzeit bei der Übertragung von Daten zwischen verschiedenen Knoten im System nicht vollständig beseitigt werden, was zu einer gewissen Verzögerung führt. Selbst Licht, so müssen wir feststellen, ist für die Kommunikation nicht selten zu langsam. Ebenso kann es aufgrund der Verteilung der Daten im System nicht immer möglich sein, einen vollständigen Überblick über alle Daten im System zu haben.
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Trotz dieser Herausforderungen ist die Verteilungstransparenz ein wichtiges Ziel in verteilten Systemen, da sie die Effizienz und Skalierbarkeit des Systems erhöht und die Komplexität und die Kosten reduziert. Obwohl die Verteilungstransparenz nie vollständig erreicht werden kann, gibt es verschiedene Technologien und Ansätze, die genutzt werden können, um sie zu verbessern, wie zum Beispiel Load Balancing, Replikation, Caching und Datenpartitionierung.
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\examplevs{
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Achtung: in VS und anderen Informatikkontexten bedeutet der Begriff \enquote{Transparenz} das Gegenteil von der allgemein verstandenen Bedeutung. Ein VS ist transparent, wenn die internen Eigenschaften nicht wahrgenommen werden können. Ein fehlertransparentes System würde also keine Fehlermeldung anzeigen.
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}
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Da es ein schwieriges Feld ist dieses Ziel zu erreichen, greift der informierte Informatiker auch in diesem Fall nicht ungern wieder auf die Teile-und-herrsche Methode zurück, die es erlaubt die einzelnen Anforderungsaspekte besser zu verstehen und geeignet, des gewünschten Grades nach, umzusetzen:
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\begin{itemize}
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\item\textbf{Zugriffstransparenz (Access)}: Sie ist eine Art der Transparenz in verteilten Systemen, die darauf abzielt, dem Benutzer den Zugriff auf Ressourcen im Netzwerk so einfach wie möglich zu machen. Der Benutzer sollte in der Lage sein, auf Ressourcen zuzugreifen, ohne sich darüber Gedanken machen zu müssen, wo sich die Ressourcen befinden oder wie sie zugänglich gemacht werden können.
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